blobbild

 

Eigentlich war ich noch unschlüssig, worüber ich im Sommerbeitrag schreiben wollte, und dann verwandelte sich mein Arbeitstitel „Sommerblog“ via Autokorrektur in den Sommerblob. Das klang für mich wunderbar nach einem Sprung vom Drei-Meter-Brett oder Trettbootrand ins kühle Nass. Und danach sehnen sich wahrscheinlich fast alle, die  bei den aktuellen Temperaturen (noch) nicht im Urlaub sind. Und dann war das Thema klar …


Urlaub - was ist das?

 

Als Unternehmer und Unternehmerin ist es so eine Sache mit dem Urlaub. Manche planen keinen, weil sie so mit Projekten beschäftigt sind, andere würden gerne, aber das Geld reicht nicht, mancher erlaubt sich keinen Urlaub und andere müssen Urlaub machen, weil es gerade nichts zu tun gibt - andere wiederum fahren in Urlaub aber nehmen ihre Arbeit mit.

 

Kenne ich alles, habe ich alles schon selbst so praktiziert und höre ich auch von vielen vielen kreativen, intuitiven Unternehmenden in der Beratung. Es ist eine Herausforderung, die Sie mit vielen anderen teilen. Ich habe einige Jahre gebraucht um für mich herauszufinden, wie ich das für mich und meine Familie gut gestalte.

 

Es braucht Auszeiten

 

Eines ist klar, es braucht Auszeiten. Niemand kann auf Dauer immer arbeiten - auch wenn die Tätigkeit „super“ inspirierend und aufregend und wunderbar ist - Ruhephasen in denen wir auftanken können, wo wir unseren Kopf vom Alltag frei machen, sind wichtige Energiequellen und die Basis für ein kreatives, intuitives Leben als Unternehmer und Unternehmerin. Und ein Urlaub ist eine Auszeit.

 

Wie kommt man zum eigenen Urlaub?

 

Viele kreative, intuitive Unternehmen haben Zeiten in denen es mehr zu tun gibt und dann wieder ruhigere Phasen. Grafikdesigner werden mir wahrscheinlich beipflichten wenn ich sage, dass die Zeit vor Jahreswechsel eine der intensivsten ist. Der Sommer ist für viele Beratungsberufe eine eher ruhige Zeit - außer Sie bieten Urlaubsseminare und Retreats auf einer Sonneninsel an. Für Gastronomie ist das hingegen oft genau umgekehrt: Der Sommer ist "totale" Hochsaison. Ich denke da an einen Koch, der mit seiner mobilen kreativen Küche Festivals bereist. Viele, die ihre selbstgemachte Produkte über einen Webshop anbieten erzählen mir davon, dass der Frühling und Herbst ihre stärksten Zeiten sind … und so hat jedes kreative Unternehmen einen eigenen Rhythmus.

 

Das ist eine besonders wichtige Nachricht für diejenigen, die ihr Unternehmen gerade gestartet haben. Da machen solche Schwankungen erstmal nervös. Es ist jedoch ganz normal. Diesen Rhythmus herauszufinden dauert einige Zeit und kommt mit der Erfahrung.

 

Es ist einfacher, einen Urlaub in eine Zeit zu legen, in der es nicht so viel zu tun gibt. Deshalb

 

Tipp 1: Beobachten Sie Ihr eigenes Unternehmen und planen Sie Ihren Urlaub in den ruhigeren Phasen.


Tipp 2 ist: Kalkulieren Sie Ihren Urlaub in Ihrer Finanzplanung

Wer den Miss Bizzy Blog kennt weiss, dass mir das Thema Finanzierung sehr am Herzen liegt. Viele kreative, intuitive Unternehmerinnen und Unternehmer schieben dieses wichtige Thema immer wieder vor sich hin. Machen Sie mit einem Profi eine Jahresplanung und planen Sie so, dass Sie es sich theoretisch leisten können, einen ganzen Monat nicht zu arbeiten.

 

Reisezeit planen oder nicht planen? Das ist Tipp Nr. 3

Das hängt davon ab, inwieweit andere Menschen an Ihrer Urlaubsplanung beteiligt sind. Sind Sie unabhängig, dann kann man auch mal spontan ein Wochenende verreisen oder kurzfristig eine Woche „last minute“ einschieben. Haben Sie Familie, wollen Sie mit den Kindern verreisen, dann müssen Sie Ihren Urlaub rechtzeitig planen und auch "eisern" verteidigen. Natürlich wird es immer einen Kunden geben, der vielleicht gerade jetzt und unbedingt etwas möchte …..

 

Und das führt mich zu

Tipp Nr. 4. Die Gefahr, einen Urlaub dann kurzfristig „doch“ zu verschieben ist sehr groß.

 

Ob der bereits erwähnte Kunde oder ein anderes Ereignis, das sich dazwischen drängen möchte: Sie haben einen guten Urlaub verdient! Kündigen Sie deshalb Ihre Abwesenheit rechtzeitig an (damit meine ich nicht eine Woche vorher, sondern 2 Monate), besprechen Sie Ihre Abwesenheit mit möglichen Hauptkunden. Wenn Sie eine Urlaubsvertretung benötigen, treffen Sie diese Vereinbarungen ebenfalls früh genug. Und wenn es so weit ist: Vergessen Sie nicht die Abwesenheitsnotiz in Ihrer Email.

 

Tipp 5: Lernen Sie Ihre inneren Stolperfallen kennen.

Vielleicht fällt es Ihnen schwer „Nein“ zu sagen oder haben Sie den „ich muss immer erreichbar sein“ Virus? Entgegen vieler meiner Kollegen und Kolleginnen erlaube ich mir auch einmal für ein paar Wochen auf Facebook NICHT aktiv zu sein. Und wenn es ohne Facebook und Twittermeldungen nicht geht, dann nutzen Sie ein Tool, das zu festgelegten Zeiten Meldungen automatisch verschickt. Beobachten Sie Ihre inneren Stimmen und nehmen Sie nicht alles was sie sagt für bare Münze.

 

Ein Urlaub schafft Raum für einen Blob: Das ist der Sprung ins kühle, glitzernde, erfrischende Nass des Badesees, das Lesen einer Urlaubslektüre, Abhängen an der Strandbar, mit den Zehen Muster in den Sand malen, eine Hüttenwanderung mit Schlafsack. Schifahren oder im Liegestuhl faulenz. Das alles macht den Kopf frei und gibt Platz für Neues. Ob im Frühling, Sommer, Herbst oder Winter …

 

Wann ist dein Blob?

 

 

Foto: picjumbo  Victor Hanacek

 

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