zeitnehmen

Hektisch von einem Termin zum nächsten, während man das Erledigte abhackt, schreien schon die anderen Punkte auf der ToDo Liste nach Aufmerksamkeit. Ach, gäbe es doch einen Trick um dem Hamsterrädchen zu entkommen! Die Sehnsucht nach mehr Zeit und weniger Stress steht ganz oben auf der Wunschliste vieler kreativer, intuitiver Unternehmer und Unternehmerinnen. In welchem der vielen Zeitmanagement Ratgeber versteckt sich nun die richtige Formel? Überall und auch nirgendwo. Denn, um aus der Zeitnot zu entkommen, braucht es nicht NOCH mehr Information und Tipps, denn die findet man in etlichen Blogs und Büchern - sondern eigentlich eines, nämlich: Zeit. Zeit, sich mit der eigenen Zeitnot zu beschäftigen und Zeit, ein paar unliebsame Gewohnheiten loszuwerden.


Tipps gibt es an jeder Ecke

Es gibt einige wirklich sehr wertvolle und inspirierende Ratgeber rund ums Thema Zeitmanagement. Mein absoluter Favorit ist nach wie vor das Buch „Vom Zeitmanagement zur Zeitintelligenz“ von Zach Davis. Eine Top-Übung daraus habe ich in der dreiteiligen, gleichnamigen Blogserie vorgestellt. Wer also konkrete Tipps sucht, schaut am Besten gleich mal hier nach.


Es wäre so einfach und ist doch so schwer: Das große Problem im Umgang mit der Zeit sind nicht die fehlenden Werkzeuge sondern unsere Gewohnheiten. Wir lesen ein Buch oder einen Blogbeitrag, finden die Idee gut - aber wie oft setzen wir das Gelesene um? Ertappst du dich auch immer wieder bei der Ausrede „Dafür habe ich keine Zeit!“. Auch wenn wir oft das Gefühl haben, dass es tausend wichtigere Dinge gibt. Mein Appell: TU ES! So findest du am besten heraus was dir hilft und welche Tipps für dich PERSÖNLICH sinnvoll sind.

 

Denn Einmal ist keinmal

Nur die Wiederholung führt zum Erfolg. Eine Übung durchzulesen und vielleicht auch einmal zu machen, bringt leider nicht sehr viel. Schnell fällt man wieder in alte Muster. Die Wiederholung ist der Schlüssel. Das gilt für’s Geige lernen, Marathon laufen und eben auch für’s Zeitmanagement. Gewohnheitsänderungen fordern, sind aber unglaublich effektiv. Starte mit einem kleinen Zeitmanagementtipp und wiederholen ihn für 21 Tage. Beispiel gefällig? Plane dir jeden Tag eine Stunde für konzentriertes Arbeiten und in dieser Zeit schaltest du dein Handy aus und schaust NICHT auf Facebook. Du wirst überrascht sein, wie viel vorwärts geht!

 

Weniger und langsamer

Die meisten von uns leiden unter der Geschwindigkeit. Tausend Dinge prasseln auf einen ein. Die bereits erwähnte ToDo Liste (wenn es denn überhaupt eine gibt) wird länger und länger und länger und ist mal eine Aufgabe abgearbeitet, dann füllt sie sich mit neuen Anforderungen. Das kann manchmal schlecht für die Kreativität sein und für die Intuition sowieso. Dafür brauchen wir Muße. Deshalb sollten kreative, intuitive Entrepreneur das Hauptaugenmerk auf „Weniger“ legen.

 

Das kann ich mir nicht leisten?!

Das solltest du dir leisten. Denn langfristig leiden wir, unsere Gesundheit, unsere Lebensfreude, die Qualität unserer Arbeit, wie auch Freunde und Familie. Ich kann das aus eigener leidvoller Erfahrung bestätigen. Einige Male hat es mich in meiner 25jährigen Selbständigkeit erwischt und ich musste manchmal bitter „langsamer und weniger“ lernen.

 

Das Überraschende: Wenn es manchmal nicht mehr geht, lernt man, dass es auch ohne geht. Die Welt dreht sich weiter und die eigene Arbeit bekommt im besten Fall Fokussierung und Auftrieb.

 

Dinge NICHT tun.

 

Meist machen wir zu viel vom Falschen. Nur, was ist das Richtige? Das Pareto-Prinzip, auch ein Zeitmanagementtool sagt, dass von 100 Aufgaben die wir erledigen, 80 viel Arbeit machen und nur 20 uns wirklich weiter bringen. NUR - welche sind die wichtigen 20? Wie findet man heraus, zu welchen Aufgaben man NEIN sagen sollte?

 

Zum Beispiel durch Ziele setzen. Wer sich Ziele setzt, kann jede Aufgabe daraufhin überprüfen. Hilft Sie deinem Ziel nicht, dann kann sie weg. Je konkreter, messbarer ein Ziel definiert ist, umso einfach wird es, Aufgaben einzuordnen.

 

Ein krasser, aber auch wertvoller Tipp ist, sich folgendes Szenario vorzustellen: Nimm an, du hast nur noch 24 Stunden zu leben. Welche Aufgaben würdest du noch erledigen? Dieses Gedankenexperiment zeigt uns deutlich, wo die wirklichen Prioritäten liegen.

 

Nein sagen.

Mach dir bewusst: Jedes Mal, wenn Du „Nein“ sagst, sagst Du auch „Ja“ zu etwas anderem. Dieser Satz ist übrigens auch aus dem Buch von Zach Davis. Ich ertappe mich zum Beispiel immer dabei, dass ich Fragen und Aufgaben von anderen wichtiger nehme als meine eigenen und so passiert es nicht selten, dass ich meine Energie in fremde Wichtigkeiten stecken.

 

Prioritäten setzen

Darauf läuft es im Endeffekt meist hinaus. Wo liegen meine Prioritäten?  Kürzlich ist mir die folgende Methode über den Weg gelaufen und ich fand sie sehr hilfreich.

 

1. Du schreibst alle Aufgaben, die du erledigen solltest auf eine Liste
2. Du vergibst Punkte für den Arbeitsaufwand von 1=wenig bis 10=pain in the ass (viel, sehr viel Arbeit!)
3. Du vergibst nochmals Punkte nach folgender Frage: „Wie positiv fällt das Ergebnis aus, wenn ich diese Aufgabe erledige?“ 1=interessiert niemanden 10=mega.

4. Nun dividierst du Aufwand/Potenzial und setzt so deine Prioritäten. Die geringste Zahl ist an der obersten Stelle.

todo meth1
Ich habe die Punkte „aus dem Bauch heraus“ vergeben und war beim Ausrechnen überrascht vom Ergebnis. Ich hätte die Aufgaben ohne diese Methode anders priorisiert. Nur Twitter wäre auf jeden Fall auf dem letzten Platz gelandet … Probier es einfach mal aus, ob es für dich hilfreich ist!

todo meth2

Ich hoffe, du konntest ein paar wertvolle Gedanken aus diesem Beitrag herausnehmen. Lies meinen dreiteiligen Blogbeitrag zum Thema „Zeitintelligenz“ und mach die dort beschriebene Übung „Zeitzielscheibe“, Kauf’ dir ein gutes Buch, zum Beispiel das von Zach Davis, sag öfters mal Nein und übe Prioritäten zu setzen.

 

Zeitmanagement ist keine Hexerei. Man muss einfach regelmäßig dranbleiben. Nimm' dich und deine Zeit ernst. Klingt streng? Die Belohnung ist mehr Zeit für die Dinge die du gern tust.

 

Danke an Judith von turtlerunner für die Idee, einen Beitrag zu Zeitmanagement zu schreiben.

 

Foto: pixabay

 

Und was tust du in den nächsten 24 Stunden für deine Zeit?

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