Innerhalb der eigenen Business-Vision sind sie ein Kernelement, ich würde fast sagen – das Herzstück eines Unternehmens: Die Kund*innen. Mit ihnen verbringt man die meiste Zeit, sie halten das Business am Laufen, ihr Feedback ist unser ideeller Lohn.

Und trotzdem passiert es vielen kreativen Gründer*innen oft, dass die Gedanken meist um das eigene Angebot kreisen, man auch genau weiß warum und wie man es anbietet und dabei die Kund*innen oft vergisst oder nur als “graue Masse” (“Meine Kunden sind Alle”) beschreiben kann.

Wir brauchen aber konkrete und gute Kund*innen – und je besser wir diese kennen, umso höher sind die Chancen sie auch zu erreichen und zu begeistern.

Um diese zu finden braucht es Marktforschung. Klassische Unternehmensberatung meint damit meist reine Marktforschung im “Außen”: Es werden Statistiken abgefragt, demographische Daten gesammelt und ausgewertet, Interviews geführt, Personas erstellt und daraus eine oder mehrere Zielgruppen definiert.

Diese Fakten sind in der Tat sehr wichtig, aber kreative und intuitive Unternehmer*innen brauchen auch Marktforschung nach ” Innen”, denn das ist die Quelle der Inspiration aus der Entwicklung und die nächsten Schritte oder Werbemaßnahmen wachsen.

Was meine ich damit?

Zu Beginn steht die Frage: Mit welchen Kund*innen möchte ich arbeiten? Ich gehe sogar noch weiter: Was sind meine “Traumkunden und Traumkundinnen”?

Wie Sie das herausfinden?

Sammeln Sie erst einmal ohne äußere Zensur (“Das geht nicht, die gibt es nicht, die erreiche ich nicht usw, …”) über mindestens eine Woche alle Attribute die ihnen dazu einfallen. Hier arbeite ich gerne mit Collagen oder Mindmaps. Die Informationen werden in diesem Schritt noch nicht bewertet! Es können demographische Details (Alter, Geschlecht, Wohnort, usw.) wie auch Werte und Haltungen (offen, traditionell, usw.) sein. Manchmal tauchen konkrete Unternehmen oder Personen auf, mit denen Sie schon immer einmal arbeiten wollten! Mithilfe der Mindmaps oder Cluster können über einen längeren Zeitraum hinweg Verknüpfungen hergestellt und Themengruppen gebildet werden. Warum über einen längeren Zeitraum? Bei einem Spaziergang fällt Ihnen noch ein Detail ein, aus einem Gespräch nehmen Sie eine weitere Anregung mit und so entsteht mehr und mehr das gesamte Bild.

Für alle die gerne gestalten oder zeichnen: Machen Sie doch einmal eine Collage zu Ihren Traumkundinnen aus Zeitungsbildern, Farben und anderen Papierschnipsel. Meiner Erfahrung nach ist das genial!

Oft ist man vom Ergebnis überrascht, da sich in den inneren Bildern Wünsche und Erfahrungen widerspiegeln, die wir bei rein nüchterner Analyse des äußeren Marktes oft gar nicht zulassen würden.

Danach ist es wichtig die Verbindung zwischen “äußerer” und “innerer” Marktforschung herzustellen. Das heißt Datenmaterial auswerten und lukrative, gute und inspirierende zukünftige Kund*innengruppen identifizieren. Darauf aufbauend ist es um einiges einfacher, konkrete Schritte zu planen. Außerdem verliert das Thema “Verkaufen” oft seinen Schrecken.

Wenn Sie innere wie auch äußere Marktforschung betreiben, verknüpfen Sie ihre Vision und Begeisterung mit dem äußeren Potenzial.

Probieren Sie es aus, es lohnt sich!

Miss Bizzy

Alexandra Abbrederis-Simpson. Gründerin und Autorin "Miss Bizzy-Prinzip". Meine Mission ist es, kreative & intuitive Köpfe zu inspirieren, ihre Projekte und Ideen umzusetzen.

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